Kaufkriterien Saiten - Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass

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Welche Geigensaiten/Violinensaiten sind die besten? Auf diese Frage gibt es - wie so häufig - leider keine eindeutige Antwort. Jede Geige/Violine reagiert anders auf die verschiedenen Saiten der zahlreichen Hersteller. Eine bestimmtes Set Saiten mag herausragend und klar auf einem Instrument klingen, auf einem anderen dann aber wiederum dumpf und unsauber. Jedes Instrument ist anders und diese Einzigartig muss bei der Wahl der Geigensaiten berücksichtigt werden.

 

Außerdem gibt es verschiedene Saitenstärken, die neben dem Klang auch einen Einfluss darauf haben, wie die Saiten ansprechen. Auch wenn einige Kriterien hier abgesteckt werden, kommt man als ambitionierter Streicher vermutlich nicht darum herum ein wenig mit der Vielzahl an Produkten auszuprobieren.

 

Kunststoffseiten sind mit Abstand der beliebteste Typ von Saiten, da sie robuster als die unbeständigen Darmsaiten sind aber nichtsdestotrotz größtenteils an die Tonfarbe der Darmsaiten herankommen. Darmsaiten werden als der Saitentyp mit der besten Tonqualität betrachtet, müssen aber häufiger nachgestimmt werden, da sie deutlich sensibler auf die klimatischen Einflüsse in der Umgebung reagieren. Stahlsaiten sind generell eher für Spezialanwendungen geeignet.

 

In der Regel beschreibt das Material der Saiten zunächst nur den Kern der Saite. Die meisten Saiten sind zusätzlich durch ein anderes Material umsponnen. So kann eine Kunststoffseite beispielsweise mit Aluminium oder eine Darmsaite mit Gold-Stahl umsponnen sein. Ziel ist es dabei, die Eigenschaften der unterschiedlichen Materialien gewinnbringend zu kombinieren.

Darmsaiten

Über Jahrhunderte wurde Streichinstrumentsaiten aus dem Darm von Huftieren, beispielsweise Schaafsdarm, hergestellt. Im 16. Jahrhundert wurde begonnen die tieferen Saiten mit Silberdraht zu umspinnen, um deren Masse zu erhöhen, ohne die Dicke übermäßig anwachsen zu lassen. Auch heute bestehen Darmsaiten lediglich im Kern aus Darm und sind nicht vollständig aus Darm hergestellt.

 

Darmsaiten sind für ihren warmen, reichen Klang mit vielen komplexen Obertönen bekannt. Darmsaiten reagieren stärker auf Klimaeinflüsse wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, weshalb sie öfter gestimmt werden müssen als Kunstoffsaiten. Unterschiedliche Saitendicken der Darmsaiten können die Qualität und Kraft des Tones drastisch beeinflussen. Normalerweise haben dünne Darmsaiten einen eher helleren Klang wogegen dickere Darmsaiten kraftvollere tiefe Töne hervorgeben. Für Barockmusik und zur Besaitung von historischen Instrumenten für Alte Musik werden auch heute noch blanke Darmsaiten verwendet.

Stahlsaiten

Bald wurden Stahlsaiten populärer. Saiten aus Stahl besitzen einen direkten, klaren Klang. und wenige Obertöne. Stahlsaiten sind deutlich stabiler im Ton als Darmsaiten. Außerdem sind sie langlebiger. Stahlsaiten besitzen einen sehr hellen Klang und werden häufig auch umsponnen. Bei Geigen sind sie vor allem gut für kleine Einsteigerinstrumente geeignet. Für Celli gibt es eine breite Auswahl an Stahlsaiten.

Kunststoffsaiten

Kunststoffsaiten wurden in den 1970ern erfunden als Thomastik-Infeld begann die revolutionären aus Nylon hergestellten Dominants zu produzieren. Seitdem kamen zahlreiche neue Produkte aus verschiedenstem High-Tech Nylon, Perlon, Polyester und anderen Kompositmaterialien auf den Markt. Besponnen werden sie meist mit Stahl- und Aluminiumdraht. Kunststoffsaiten haben die warme Klangqualität der Darmsaiten, sind aber wesentlich stabiler in ihrer Tonhöhe gegenüber Witterungseinflüssen.

 

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Quelle: www.violinist.com